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Das Wichtigste in Kürze

Vitamin D3 hat mittlerweile unter den Vitaminen eine prominente Rolle eingenommen. Viele Menschen lassen deshalb ihren Vitamin-D-Spiegel im Serum überprüfen. Bei einem vorliegenden Mangel stellen sich die Betroffenen meist die Frage, wieviel Vitamin D sie über welchen Zeitraum supplementieren sollen. Die wichtige synergistische Rolle von Vitamin K2 ist vielen dagegen gar nicht bekannt.

Empfohlene Vitamin-D-Serumwerte und Supplementierung

Hier geht es zur Dosierung bei COVID-19

Zur Ermittlung des individuellen Vitamin-D-Status eignet sich der 25-OH-Vitamin-D-Serumwert. Dieser liegt optimalerweise im Bereich von 75-125 nmol/l bzw. 30-50 ng/ml.

Speziell für Personen im höheren Alter hat die American Geriatrics Society hat eine Empfehlung herausgegeben. Um Vitamin-D-Serumwerte von ≥ 75 nmol/l (≥ 30 ng/ml) zu erzielen, sollten Personen ab 70 Jahren täglich 4000 I.E. Vitamin D supplementieren. Die Gesellschaft bezieht sich hierfür auf Studien, in denen diese Serumwerte nachweislich das Risiko für Stürze und Knochenbrüche in dieser Personengruppe senkten.

Die Empfehlungen verschiedener Organisationen und Gesellschaften, kombiniert mit Erkenntnissen bezüglich der Reduktion von Stürzen und Knochenbrüchen ergibt die folgende Einordnung der Vitamin-D-Serumwerte und empfhohlenen Dosierungen:

Aufdosierung

Wenn ein Vitamin-D-Mangel festgestellt wurde, sollte der Serumwert zunächst aufdosiert werden. Dazu eignen sich am besten Vitamin-D-Supplemente auf Ölbasis. In dieser Form ist die Bioverfügbarkeit des fett­löslichen Vitamin D am besten.

Eine häufig empfohlene Formel zur Aufdosierung lautet:

40 x (Sollwert [nmol/l] – Istwert [nmol/l]) x Körpergewicht [kg]

Das Ergebnis aus dieser Formel wird auf etwa zehn Tage verteilt supplementiert (z. B. bei 210.000 I.E. werden über 10 Tage hinweg täglich 21.000 I.E. Vitamin D3 supplementiert).

Aufgrund der ungeklärten Funktion eines blockierten Vitamin-D-Rezeptors (VDR) bei chronisch bakteriellen Entzündungen raten wir jedoch zu einer allmählichen Aufdosierung:

10 x 800 x 10

Das bedeutet: Über einen Zeitraum von 10 Wochen sollten täglich 10 Tropfen eines Vitamin D3 Öls à 800 I.E. (8000 I.E.) eingenommen werden.

Beachten Sie, dass diese moderatere Formel als Mittelwert für normalgewichtige Personen gilt. Sie sollte für kleine Menschen und Schlanke nach unten bzw. für große Menschen und Übergewichtige nach oben angepasst werden. Auch Entzündungen erhöhen den Vitamin-D-Bedarf.

Eine sehr hohe Vitamin-D-Dosierung innerhalb eines kurzen Zeitraums ist allerdings eher unphysiologisch und kann mit Risiken einhergehen (z. B. Calciumablagerungen außerhalb der Knochen). Bei der Einnahme von mehr als 4000 I.E. Vitamin D3 am Tag (z. B. zur Aufdosierung) sollten deshalb je 800 I.E. Vitamin D3 etwa 20 µg Vitamin K2 MK-7 ergänzt werden. Bei 5600 I.E. Vitamin D3 wären dies 140 µg Vitamin K2 pro Tag.

Erhaltungsdosis

Nach der Aufdosierung sind täglich 40-60 I.E. Vitamin D3 pro kg Körpergewicht als sogenannte Erhaltungs­dosis zur Aufrechterhaltung des erreichten Wertes empfehlenswert. Neben dem Körpergewicht sind bei der individuellen Erhaltungsdosis auch eventuelle Entzündungsprozesse sowie die körpereigene Vitamin-D-Bildung durch Sonneneinstrahlung zu berücksichtigen.

Etwa 10 Wochen nach Beginn der Vitamin-D-Supplementierung sollte der Serumspiegel erneut überprüft werden. Auf zu hohe oder zu geringe Werte kann dann mit einer Anpassung der Erhaltungsdosis entspre­chend reagiert werden. Im deutschen Winter wird Vitamin D meistens in einer Dosierung von 4000 I.E. (100 μg) pro Tag benötigt. Die US Geriatric Society (US-Ärztegesellschaft für Altersmedizin) empfiehlt diese Dosierung generell für Personen ab 70 Jahren.

Das empfohlene Verhältnis von Vitamin D3 zu K2 beträgt bei höheren Vitamin-D-Dosierungen etwa 1:1. Bei besonderen Risikofaktoren (Osteoporose, Koronare Herzkrankheit, chronische Nierenerkrankungen, Entzündungs- und Kalzifizierungsprozesse jeder Art) sollte die Zufuhr von Vitamin K2 als MK-7 bei der Erhaltungsdosis verdoppelt werden (Vitamin D im Verhältnis zu K2 1:2).

Besonders Nierenkranke haben oft eine latente metabolische Azidose und entwickeln frühzeitig ausgeprägte Kalzifizierungen in den Nieren und Gefäßen. Bei ihnen ist die Kombination von Vitamin D mit höherdosiertem K2 besonders wichtig. Auch ist hier bei der täglichen Dosierung bzw. beim Auffüllen eines Vitamin-D-Mangels größere Vorsicht geboten.

Tipp: Es ist wichtig, seinen Vitamin-D-Serumspiegel über das Jahr hinweg möglichst konstant zu halten. Ziel sind wirkungsvolle Blutwerte für das Immunsystem. Die renommierte Ärztegesellschaft für Altersmedizin und die Endokrine Gesellschaft bezeichnen den Vitamin-D-Blutwert von über 75 nmol/L (30 ng/mL) als unteren Zielwert (oberer Zielwert 125-150 nmol). Dies sei eine „physiologisch konserva­tive Schätzung“ und argumentiert u.a., dass Menschen, die im Freien arbeiten, im Sommer regelmäßig doppelt so hohe Blutwerte haben.

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