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Indikationen

Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist von besonderer Bedeutung für das Immunsystem und schützt vor Infektionen. Das Vitamin wird zudem für die Muskelfunktion und den Knochenstoffwechsel benötigt und schützt vor Osteoporose. Vitamin D kann über eine Regulation der Zellteilung auch Krebserkrankungen vorbeugen und spielt eine Rolle in der Prävention von Autoimmunerkrankungen.

Knochen und Muskeln

Bei einem schweren Mangel an Vitamin D (< 25 nmol/l bzw. 10 ng/ml) kommt es in den Knochen zu Mineralisationsstörungen. Dieses Krankheitsbild wird bei Kindern als Rachitis bezeichnet, bei Erwachsenen als Osteomalazie. Auch auf die Muskeln wirken sich diese niedrigen Vitamin-D-Werte negativ aus, was sich als Muskelschwäche und -schmerzen äußert. Durch eine Supplementierung von Vitamin D wird die Knochen­dichte erhöht und das Frakturrisiko gesenkt. Aber auch die Muskulatur wird gestärkt, da durch das Vitamin D der Einstrom von Calcium in die Muskelzellen sowie die Muskelproteinsynthese verbessert werden.[1]Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.

Eine aktuelle Pilotstudie zeigt, dass sich bei älteren, selbständig in einer Gemeinschaft lebenden Menschen, der Vitamin-D-Status verbesserte, wenn sie monatlich ein Vitamin-D-Supplement (100.000 I.E.) durch „Essen-auf-Rädern“ erhielten. Auch das Sturzrisiko wurde auf diese Weise reduziert.[2]Houston DK, Tooze JA, Demons JL, Davis BL, Shertzer-Skinner R, Kearsley LB, Kritchevsky SB, Williamson JD (2015): Delivery of a Vitamin D Intervention in Homebound Older Adults Using a … Continue reading Eine weitere Studie warnt hingegen vor der monatlichen Einnahme hoher Vitamin-D-Dosen: Durch die Supple­mentierung von 60.000 I.E. Vitamin D3 wurden zwar die Serumwerte verbessert, allerdings stieg auch das Sturzrisiko im Vergleich zu der Gruppe, die monatlich 24.000 I.E. Vitamin D3 supplementierte.[3]Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Orav EJ, Staehelin HB, Meyer OW, Theiler R, Dick W, Willett WC, Egli A (2016): Monthly High-Dose Vitamin D Treatment for the Prevention of Functional Decline: A … Continue reading

Eine Meta-Analyse mit insgesamt 2426 Probanden ab 65 Jahren ergab, dass das Risiko zu stürzen bei Vitamin-D-Serumwerten von über 60 nmol/l (24 ng/ml) um 23 % geringer war als bei Vitamin-D-Serumwerten unter diesem Wert.[4]Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Staehelin HB, Orav JE, Stuck AE, Theiler R, Wong JB, Egli A, Kiel DP, Henschkowski J (2009a): Fall prevention with supplemental and active forms of vitamin D: a … Continue reading Eine weitere Studie zeigt, dass die reduzierte Muskelkraft, die für die erhöhte Sturzrate bei älteren Menschen von entscheidender Bedeutung ist, durch eine gute Vitamin-D-Versorgung positiv beeinflusst wird.[5]Bischoff HA, Stahelin HB, Urscheler N, Ehrsam R, Vonthein R, Perrig-Chiello P, Tyndall A, Theiler R (1999): Muscle strength in the elderly: its relation to vitamin D metabolites. Arch Phys Med … Continue reading Da durch eine bessere Vitamin-D-Versorgung auch die Knochenmineralisierung erhöht wird, kann durch die Supplementierung von Vitamin D auch die Knochenfrakturrate bei älteren Personen reduziert werden, wie eine andere Meta-Analyse zeigt.[6]Bischoff-Ferrari HA, Willett WC, Wong JB, Stuck AE, Staehelin HB, Orav EJ, Thoma A, Kiel DP, Henschkowski J (2009b): Prevention of nonvertebral fractures with oral vitamin D and dose dependency: a … Continue reading

Immunsystem

Vitamin D nimmt Einfluss auf das angeborene und das erworbene Immunsystem, indem es die unterschiedlichen beteiligten Immunzellen in ihren jeweiligen Aktivitäten beeinflusst. Bei Neurodermitis handelt es sich um eine Erkrankung, bei der u.a. die Immunzellen aus dem Gleichgewicht geraten sind. Durch Vitamin-D-Supplementierung konnte eine signifikante Verbesserung des Hautbildes beobachtet werden. Auch Atemwegserkrankungen konnten in Studien durch Vitamin-D-Gabe deutlich reduziert werden: Vitamin-D-Supplemente bewirkten bei Kindern im Vergleich zu Placebos eine Reduktion der Häufigkeit von Influenza-A-Erkrankungen um 64 % und von Asthmaanfällen um 83 %.[7]Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.

Atemwegsinfekte

Akute Atemwegsinfektionen waren im Jahr 2013 weltweit für knapp drei Millionen Todesfälle verantwortlich. Vor allem ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko an einer Lungenentzündung zu erkranken, insbesondere bei einem stationären Krankenhausaufenthalt oder wenn sie in einem Altenheim wohnen.

Vitamin D unterstützt den Körper bei der Bildung antimikrobieller Proteine, wenn dieser von Viren oder Bakterien angegriffen wird. Auf diese Weise kann ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel vor den gefährlichen Atemwegsinfekten schützen.

Vitamin D in der Prävention von Atemwegsinfekten

Einer großen Meta-Analyse von 25 Doppel-Blind-Studien (höchster wissenschaftlicher Standard) mit über 11 000 Studienteilnehmern zufolge senkt Vitamin D bei Personen mit Vitamin-D-Mangel das Risiko für akute Atemwegserkrankungen um 70 %.[8]Martineau AR, Jolliffe DA, Hooper RL, Greenberg L, Aloia JF, Bergman P, Dubnov-Raz G, Esposito S, Ganmaa D, Ginde AA, Goodall EC, Grant CC, Griffiths C, Janssens W, Laaksi I, Manaseki-Holland S, … Continue reading Daher empfiehlt auch WHO eine Vitamin-D-Supplementierung gegen Atem­wegs­­infekte. Obwohl auch im Sommer Vitamin D-Mangel häufig ist, sollte spätestens ab Oktober bis Ende April eine Supplementierung erfolgen, da hier das Risiko für schwerwiegend verlaufende untere Atemwegsinfekte am höchsten ist. Diese waren schon immer eine führende Todesursache und fordern jährlich etwa 4 Millionen Menschen das Leben – schon vor COVID-19.

In Abhängigkeit vom Körpergewicht werden zur Prävention einer Virusinfektion der Atemwege für Senioren, Jugendliche und Erwachsene 40–60 I.E. Vitamin D pro kg Körpergewicht und Tag empfohlen. Für eine 70 kg schwere Person wären dies beispielsweise 2800–4200 I.E..[9]Gröber U, Holzhauer P, Kisters K (2020): Immunrelevante Mikronährstoffe bei viralen Atemwegsinfektionen. DZO; 52: 51-56. DOI: 10.1055/a-1162-2469 Im deutschen Winter wird Vitamin D meistens in einer Dosierung von 4000 I.E. (100 μg) pro Tag benötigt. Die US Geriatric Society empfiehlt diese Dosierung generell für Personen ab 70 Jahren.[10]American Geriatrics Society Workgroup on Vitamin D Supplementation for Older Adults (2014): Recommendations abstracted from the American Geriatrics Society Consensus Statement on vitamin D for … Continue reading

Krebs

Der vorherrschende Vitamin-D-Status hat einen Einfluss auf die Entstehung und Weiterentwicklung von Krebserkrankungen. Vitamin-D-Mangel ist bei Krebspatienten häufig zu beobachten und korreliert mit dem Fortschreiten der Krankheit. Bei Brustkrebs wurde zudem festgestellt, dass das Risiko für die Bildung von Metastasen bei einem Vitamin-D-Mangel deutlich erhöht war. Eine weitere wichtige Beobachtung: Einige Chemotherapeutika können den Abbau von Vitamin D fördern.[11]Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.

Prostatakrebs

Der vorherrschende Vitamin-D-Status hat einen Einfluss auf die Entstehung und Weiterentwicklung von Krebserkrankungen. Vitamin-D-Mangel ist bei Krebspatienten häufig zu beobachten und korreliert mit dem Fortschreiten der Krankheit. Bei Brustkrebs wurde zudem festgestellt, dass das Risiko für die Bildung von Metastasen bei einem Vitamin-D-Mangel deutlich erhöht war. Eine weitere wichtige Beobachtung: Einige Chemotherapeutika können den Abbau von Vitamin D fördern.[12]Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.

Normale Vitamin-D-Spiegel schützen beispielsweise vor Prostatakrebs, darauf weisen zahlreiche Untersuchungen hin. Milchprodukte sind in unserer Ernährung der Hauptlieferant für Calcium und eine zu hohe Calciumzufuhr erhöht das Prostatakrebsrisiko. Ein möglicher Mechanismus: Calcium senkt u. a. die Eigensynthese von Vitamin D.[13]Allen NE, Key TJ, Appleby PN, Travis RC, Roddam AW, Tjønneland A, Johnsen NF, Overvad K, Linseisen J, Rohrmann S, Boeing H, Pischon T, Bueno-de-Mesquita HB, Kiemeney L, Tagliabue G, Palli D, Vineis … Continue reading

In einer Studie von Vashi und Mitarbeitern (2013) wurde an 54 Patienten mit neu diagnostiziertem Prostatakrebs der Stufe IV untersucht, ob der Vitamin-D-Serumspiegel Einfluss auf die Überlebensrate der Patienten hat.[14]Vashi PG, Gupta D, Trukova K, Lambert GM, Lammersfeld C; Cancer Treatment Centers of America; Cancer Treatment Centers of America (2013): The association between pre-treatment serum 25-hydroxyvitamin … Continue reading Dazu wurde vor der Behandlung der Vitamin-D-Spiegel als Calcidiol (25-OH-Vitamin-D) im Serum bestimmt. Ein Mangel bestand bei ≤ 80 nmol/l (bzw. ≤ 32 ng/ml) Calcidiol. Der mittlere Calcidiol-Serumwert lag bei 75,3 nmol/l (30,1 ng/ml), wobei 38 Patienten (70,4 %) einen Mangel aufwiesen. Die Patienten mit Vitamin-D-Mangel hatten ein signifikant höheres Mortalitätsrisiko (mittlere Überlebensrate: 32,6 Monate) als Patienten mit ausreichenden Vitamin-D-Serumspiegeln (mittlere Überlebensrate: 62,4 Monate). Nach dieser Studie besteht ein deutlicher positiver Zusammenhang zwischen dem Serumspiegel an Vitamin D und der Überlebensrate von Patienten mit metastasierendem Prostatakrebs[15]Vashi PG, Gupta D, Trukova K, Lambert GM, Lammersfeld C; Cancer Treatment Centers of America; Cancer Treatment Centers of America (2013): The association between pre-treatment serum 25-hydroxyvitamin … Continue reading

Diese beinahe Verdopplung der Überlebenszeit der Patienten ist beachtlich. Allerdings sollte man berücksichtigen, dass Männer mit normalen Vitamin-D-Werten wohl meist auch eine insgesamt gesündere Lebensweise praktizieren und sich häufiger im Freien aufhalten.

Eine Fallkontrollstudie mit 749 Patienten aus den USA zeigt, dass die Rolle von Vitamin D beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom noch nicht endgültig geklärt ist. Nicht nur zu niedrige, sondern auch zu hohe Blutspiegel führen möglicherweise zu einer Risikoerhöhung.[16]Ahn J, Peters U, Albanes D, Purdue MP, Abnet CC, Chatterjee N, Horst RL, Hollis BW, Huang WY, Shikany JM, Hayes RB; Prostate, Lung, Colorectal, and Ovarian Cancer Screening Trial Project Team (2008): … Continue reading Die Aussagekraft der Studie ist jedoch sehr eingeschränkt: Pro Person wurde nur ein einziger Vitamin-D-Serumwert ermittelt, und das obwohl es sich hierbei um einen Wert handelt, der hohen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt.

Auch Untersuchungen an 622 Prostatakrebspatienten im Vergleich mit gesunden Personen zeigen, dass nicht nur zu niedrige (≤ 19 nmol/l bzw. 7,6 ng/ml), sondern auch zu hohe (≥ 80 nmol/l bzw. 32 ng/ml) Vitamin-D-Spiegel das Prostatakrebsrisiko erhöhen können.[17]Tuohimaa P, Tenkanen L, Ahonen M, Lumme S, Jellum E, Hallmans G, Stattin P, Harvei S, Hakulinen T, Luostarinen T, Dillner J, Lehtinen M, Hakama M (2004): Both high and low levels of blood vitamin D … Continue reading

Bei fortgeschrittenem Prostatakrebs ist eine ungünstige Wirkung von Vitamin D vorstellbar, wenn ein mutierter Androgenrezeptor nicht nur Androgene, sondern auch andere Steroide wie Vitamin D „verwerten“ kann. Wer daher unter Supplementierung mit Vitamin D und hohen Vitamin-D-Serumwerten eine starke PSA-Progression hat, sollte besser einen Wert von 50-80 nmol/l (20-32 ng/ml) ansteuern.

Brustkrebs

Ein wichtiger Faktor in der Brustkrebs-Prävention ist der Vitamin-D-Serumspiegel. Der optimale Vitamin-D-Spiegel zur Krebsvorbeugung liegt deutlich höher als die derzeitigen Empfehlungen. Ein Vitamin-D-Spiegel über 40 ng/ml senkt das Risiko für Brustkrebs im Vergleich zu unter 20 ng/ml um 67 %, ein Wert über 60 ng/ml um mehr als 80 %.[18]McDonnell SL, Baggerly C, French CB, Baggerly LL, Garland CF, Gorham ED, Lappe JM, Heaney RP (2016): Serum 25-Hydroxyvitamin D Concentrations >/=40 ng/ml Are Associated with >65% Lower Cancer … Continue reading Je höher der Vitamin-D-Wert im Serum, desto niedriger war das Risiko für Brustkrebs.

Auch wenn der Brustkrebs bereits vorhanden ist, können die Patientinnen von einer guten Vitamin-D-Versorgung profitieren. Eine Vitamin-D-Supplementierung während der Chemotherapie erhöhte in einer retrospektiven Studie die krankheitsfreie Lebenszeit der Patientinnen nach der Behandlung.[19]Zeichner SB, Koru-Sengul T, Shah N, Liu Q, Markward NJ, Montero AJ, Gluck S, Silva O, Ahn ER (2015): Improved clinical outcomes associated with vitamin D supplementation during adjuvant chemotherapy … Continue reading Daneben kann Vitamin D möglicherweise auch die Effektivität der konventionellen Behandlung steigern.[20]Friedrich M, Reichert K, Woeste A, Polack S, Fischer D, Hoellen F, Rody A, Koster F, Thill M (2018): Effects of Combined Treatment with Vitamin D and COX2 Inhibitors on Breast Cancer Cell Lines. … Continue reading

Vitamin-D-Bedarf abhängig vom Körpergewicht

Im Rahmen einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit über 25.000 Studienteilnehmern wurden täglich 2000 I.E. Vitamin D in Kombination mit 1 g Omega-3-Fettsäuren verabreicht. Es wurde kein Effekt auf die Entstehung von Krebs allgemein festgestellt, allerdings war das Risiko fortgeschrittenen Krebs (metastasierend oder tödlich) zu entwickeln um 17 % verringert (HR: 0,83).

Dieser Effekt war stark abhängig vom Körpergewicht der Probanden. Bei Normalgewichtigen wurde das Risiko für fortgeschrittenen Krebs um 38 % reduziert (HR: 0,62), bei übergewichtigen war der Effekt nicht mehr signifikant (HR: 0,89) und bei adipösen gar nicht nachweisbar (HR: 1,05).

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das sich im Körper auf das Fettgewebe verteilt. Bei Übergewichtigen ergibt sich so ein Verdünnungseffekt. Daher ist die Menge an Fettgewebe entscheidend für den Vitamin-D-Bedarf einer Person. Bei den Übergewichtigen und Fettleibigen war die supplementierte Menge an Vitamin D schlicht nicht ausreichend für die Anti-Krebs-Wirkung.

Synergie von Vitamin D und anderen Nährstoffen

Da Vitamin D eng mit Vitamin K, Calcium und Magnesium zusammenarbeitet, sollten auch diese Nährstoffe ausreichend aufgenommen werden. Da Magnesium für die Aktivierung von Vitamin D benötigt wird, könnte eine Vitamin-D-Supplementierung ohne ausreichend Magnesium nutzlos sein.[21]Uwitonze AM, Razzaque MS (2018): Role of Magnesium in Vitamin D Activation and Function. J Am Osteopath Assoc; 118(3): 181-189.

Allergien

Allergien auf dem Vormarsch

Schnupfen, Niesen, tränende Augen, Atemprobleme, Husten, Juckreiz, Hautausschlag und Magen-Darm-Beschwerden – alles typische Symptome allergischer Reaktionen. Hervorgerufen werden sie durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose körperfremde Stoffe, die sogenannten Allergene.

Weltweit ist im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ein hoher Anstieg allergischer Erkrankungen zu beobachten. Besonders in Ländern mit westlicher Lebensweise konnte eine starke Zunahme seit den 1970er Jahren festgestellt werden.[22]Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2020): Allergien. gesundheitsinformation.de. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/allergien.html (12.04.2021).[23]Allergien (2020): Robert Koch Institut. URL: https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/A/Allergien/Allergien_inhalt.html (12.04.2021).

Laut Untersuchungen des Robert Koch-Instituts (2015) leiden allein in Deutschland mehr als 3 Millionen Erwachsene an Asthma bronchiale und mehr als 12 Millionen an einem allergischen Schnupfen. Der Vergleich der Daten aus dem Bundes-Gesundheitssurvey (BGS98) (Datenerhebung von 1997 bis 1999) und aus der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) (Datenerhebung 2008 bis 2011) für 18 bis 79-Jährige zeigt, dass die Anzahl der Asthma-Erkrankungen im Zeitraum von 10 Jahren um 51 % (!) zugenommen hat.[24]Langen U, Schmitz R, Steppuhn H: Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsbl. … Continue reading

Selten bleibt es bei einer allergischen Erkrankung

Bereits in den ersten Lebensjahren können allergische Erkrankungen in Form einer Nahrungsmittelallergie oder einer atopischen Dermatitis, auch Neurodermitis genannt, auftreten. Sind die Beschwerden einer Allergie zu Beginn oft noch leicht, können sie im Laufe der Zeit an Intensität zunehmen. Nicht selten kommt zu einer Allergie eine weitere dazu. Im Falle von Heuschnupfen, der über viele Jahre besteht, kann es zu einem gefährlichen, sogenannten Etagenwechsel kommen. Die Beschwerden gehen hierbei auf die unteren Atemwege über und es kommt zur Entstehung von Asthma. Ebenso können Allergien auch das Auftreten von Neurodermitis begünstigen.[25]Deutsche Apotheker Zeitung (2013): Vitamin D und das Allergierisiko. DAZ. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-11-2013/vitamin-d-und-das-allergierisiko (08.04.21).[26]Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2020): Allergien. gesundheitsinformation.de. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/allergien.html (12.04.2021).

Heuschnupfen

Heuschnupfen als lästiger Vertreter einer allergischen Rhinitis

Mit steigenden Temperaturen und somit beginnender Vegetationsperiode im Frühjahr tauchen bei einigen wieder die unangenehmen Symptome einer allergischen Rhinitis (AR) auf, die Betroffene je nach Sensitivität für bestimmte Allergene wie beim Heuschnupfen bis in den Herbst hinein begleiten können.

Die allergische Rhinitis oder auch allergischer Schnupfen ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die mehrere Erscheinungsformen umfasst. Es handelt sich hierbei um eine allergische Reaktion des Soforttyps, ausgelöst durch Allergene in der Luft wie Pflanzenpollen, Hausstaubmilben, Tierschuppen oder -Federn sowie Schimmelpilzsporen. Neben der Nase sind meist auch die Augen und hier vor allem die Bindehaut betroffen. Zu den typischen Symptomen gehören Niesen, eine verstopfte oder laufende Nase sowie geschwollene, juckende und tränende Augen. Die am häufigsten vorkommende Erscheinungsform der AR ist der Heuschnupfen.

Heuschnupfen und Vitamin-D-Mangel: Gibt es einen Zusammenhang?

Die genannten Symptome werden durch vermehrte Entzündungsmediatoren wie Histamin und Leukotriene ausgelöst. Nicht wenige Studien haben bereits die Rolle von Vitamin D bei vielen allergischen und immunologischen Erkrankungen aufgezeigt, wobei Rezeptoren für die aktive Form von Vitamin D auf der Oberfläche von fast allen Arten von Entzündungszellen entdeckt wurden. Vitamin-D-Mangel ist weit verbreitet und betrifft alle Bevölkerungsschichten. Hilft Vitamin D also vermutlich auch bei allergischen Erkrankungen wie z.B. Heuschnupfen?

In einer aktuellen Studie wurde untersucht, ob ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status von Personen mit dem Auftreten einer AR und dem Schweregrad der Erkrankung besteht.[27]Alnori H, Alassaf FA, Alfahad M, Qazzaz ME, Jasim M, Abed MN. Vitamin D and Immunoglobulin E Status in Allergic Rhinitis Patients Compared to Healthy People. J Med Life. 2020;13(4):463-468. … Continue reading Verglichen wurden 49 Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren mit klinisch diagnostizierter AR mit 50 gesunden Probanden. Die Gruppe der AR-Patienten wies im Mittel eine Vitamin-D-Konzentration in Höhe von 10,2 ng/ml im Blut auf. Nahezu alle Patienten litten also unter einem Vitamin-D-Mangel (93 % < 20 ng/ml), 56 % sogar unter einem akuten Mangel (< 10 ng/ml). Die Probanden der Kontrollgruppe wiesen eine durchschnittliche Vitamin-D-Konzentration von 23,3 ng/ml auf, wobei bei 34 % der Probanden ein Vitamin-D-Wert unter 20 ng/ml festgestellt wurde. Die Kontrollgruppe besaß demnach ebenfalls keine optimalen Werte, und doch sind sie signifikant höher als in der Gruppe der AR-Patienten.

Die Studie zeigt also, dass die Prävalenz eines niedrigen Vitamin-D-Spiegels bei Probanden mit einer AR signifikant höher liegt als in einer gesunden Bevölkerung. Eine weitere Erkenntnis der Studie: Der Vitamin-D-Mangel hängt signifikant mit dem Schweregrad der AR-Symptome zusammen. Die Autoren der Studie empfehlen AR-Patienten daher ausdrücklich die Messung des Vitamin-D-Spiegels.

Sublinguale Immuntherapie mit oder ohne Vitamin D?

In Bezug auf die Behandlung einer AR haben Betroffene mittlerweile die Möglichkeit eine sublinguale Immuntherapie (SLIT) durchführen zu lassen. Im Gegensatz zu einer Hyposensibilisierung mit Hilfe von Injektionen ist diese Therapie in Form von Allergenextrakten, die unter die Zunge gelegt werden, gerade für Patienten geeignet, die Angst vor Nadelstichen haben.

In einer doppelverblindeten und placebo-kontrollierten Studie wurde die klinische Wirksamkeit einer SLIT mit und ohne Vitamin-D-Gabe verglichen. Die Analyse erfolgte über einen Zeitraum von 5 Monaten und berücksichtigte 50 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren, die eine Gräserallergie mit AR aufwiesen und von denen 8 Patienten gleichzeitig Asthma besaßen. Die Interventionsgruppe erhielt im Rahmen der SLIT Tabletten mit einem standardisierten Allergen-Extrakt, welches aus 5 Gräserpollen gewonnen wurde. Zusätzlich bekam eine der zwei Gruppen eine tägliche Dosis Vitamin D von 1000 I.E. Das Ergebnis: Bei Kindern, die zusätzlich zur SLIT Vitamin D einnahmen, verlief die Therapie spürbar besser. Die Gruppe litt unter weniger nasalen Beschwerden und Asthmasymptomen im Vergleich zur Kontrollgruppe.[28]Jerzynska J, Stelmach W, Rychlik B, Lechańska J, Podlecka D, Stelmach I. The clinical effect of vitamin D supplementation combined with grass-specific sublingual immunotherapy in children with … Continue reading

Zusammengefasst weisen Personen, die einen Vitamin-D-Mangel besitzen, häufiger eine allergische Rhinitis auf. Gleichzeitig ist eine Hyposensibilisierung bei paralleler Vitamin-D-Einnahme wirksamer als eine Therapie, bei der kein Vitamin D supplementiert wird. Lästige allergische Symptome lassen sich so eher reduzieren. Das sind gute Nachrichten für Betroffene, die auf eine Erhöhung ihrer Lebensqualität hoffen können.

Die Vitamin-D-Spiegel aller AR-Betroffenen gilt es daher regelmäßig zu überprüfen und auf ein optimales Niveau anzuheben. Das hilft nachweislich nicht nur dem Immunsystem im Kampf gegen Allergien und Atemwegsinfektionen, sondern auch bei der Prävention vieler chronischer Erkrankungen.

Asthma

Vitamin D kann Anzahl schwerer Asthma-Anfälle drastisch senken

Schon bei Patienten einer AR wie z.B. bei Heuschnupfen liegen häufig Lungenveränderungen und entzündliche Prozesse im Organismus vor. Da Heuschnupfen von vielen Betroffen als auch von Ärzten nicht ernst genug genommen wird, kommt es langfristig häufig zu einem Etagenwechsel in die unteren Atemwege. Es entsteht allergisches Asthma. Dass Vitamin D auch hier eine Rolle spielen könnte, zeigt die Bedeutung des Vitamins bei der teils ähnlich verlaufenden chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Eine Meta-Analyse von randomisierten Interventionsstudien belegt die Wirkung von Vitamin D bei Patienten mit COPD und einem Vitamin-D-Mangel (> 10 ng/ml): Die Vitamin-D-Gabe reduzierte das Risiko für eine Exazerbation, den sogenannten „Lungeninfarkt“, um 45 % .[29]Jolliffe DA, Greenberg L, Hooper RL, et al. Vitamin D supplementation to prevent asthma exacerbations: a systematic review and meta-analysis of individual participant data [published correction … Continue reading

Wir erinnern uns: Auch Patienten mit Heuschnupfen leiden sehr häufig an einem Vitamin-D-Mangel. Asthma-Patienten stehen diesen – wenig überraschend – in nichts nach.[30]Mann EH, Chambers ES, Pfeffer PE, Hawrylowicz CM. Immunoregulatory mechanisms of vitamin D relevant to respiratory health and asthma. Ann N Y Acad Sci. 2014;1317:57-69. doi:10.1111/nyas.12410.

In einer großen Kohortenstudie mit über 300 000 Probanden konnte gezeigt werden, dass ein Zusammenhang zwischen dem 25(OH)D Spiegel im Blut und einer akuten Verschlechterung der Symptomatik bei Asthma besteht. Diejenigen mit einem Vitamin-D-Mangel wiesen eine um 25 % höhere Quote für eine akute Verschlechterung ihres Asthmas im Vergleich zu Personen auf, die einen adäquaten Vitamin-D-Spiegel besaßen.[31]Confino-Cohen R, Brufman I, Goldberg A, Feldman BS. Vitamin D, asthma prevalence and asthma exacerbations: a large adult population-based study. Allergy. 2014;69(12):1673-1680. doi:10.1111/all.12508. Könnte es sein, dass das Asthma bzw. die Verschlechterung des Asthmas selbst der Auslöser für einen Vitamin-D-Mangel war? Erfreulicherweise gibt es reihenweise Interventionsstudien, die diese Frage verneinen:

In einer Meta-Analyse von Pojsupap et al.[32]Pojsupap S, Iliriani K, Sampaio TZ, et al. Efficacy of high-dose vitamin D in pediatric asthma: a systematic review and meta-analysis. J Asthma. 2015;52(4):382-390. doi:10.3109/02770903.2014.980509. wurden 5 randomisierte, klinische Studien mit einer Gesamtprobandenzahl von 625 zusammengefasst. Die Studienteilnehmer erhielten über unterschiedlich lange Zeiträume eine durchschnittliche Tagesdosis von 500 bis 2000 I.E. Vitamin D3. Das Ergebnis: Es konnte eine statistisch signifikante Reduktion von Asthma-Anfällen unter Gabe von Vitamin D festgestellt werden. Das relative Risiko im Vergleich zur Kontrollgruppe lag bei 0,41 und entsprach damit einer Risikoreduktion von knapp 60 %.

Eine aktuelle Meta-Analyse aus 2019 bestätigte die Ergebnisse. Demnach konnte anhand von 14 randomisierten Kontrollstudien mit 1421 Teilnehmern gezeigt werden, dass eine Vitamin-D-Supplementierung mit einer signifikanten Verringerung der Rate von Asthma-Anfällen einherging.[33]Wang M, Liu M, Wang C, et al. Association between vitamin D status and asthma control: A meta-analysis of randomized trials. Respir Med. 2019;150:85-94. doi:10.1016/j.rmed.2019.02.016.

Ein wichtiger Nebeneffekt der Vitamin-D-Gabe ist die Reduktion der Medikamenteneinnahme. Indem Vitamin D die Anzahl der schweren Asthma-Anfälle verringert, reduziert es gleichzeitig die Einnahme von nebenwirkungsreichen systemischen Kortikosteroiden.[34]Jolliffe DA, Greenberg L, Hooper RL, et al. Vitamin D supplementation to prevent asthma exacerbations: a systematic review and meta-analysis of individual participant data [published correction … Continue reading

Neurodermitis

Neurodermitis-Patienten: Weitere Allergiker mit Vitamin-D-Bedarf

Allergien können sich auch auf die Haut auswirken, dann geht es häufig um eine sogenannte atopische Dermatitis oder auch Neurodermitis, eine weit verbreitete Hautkrankheit. Charakteristisch für die Erkrankung ist eine gestörte Hautbarriere in Verbindung mit einer überschießenden Reaktion des Immunsystems. Betroffene, die an Neurodermitis leiden, sind oft Atopiker, also Personen, die gleichzeitig mehrere allergische Erkrankungen wie allergische Rhinitis und Asthma aufweisen können. Mittlerweile ist auch bekannt, dass Neurodermitis als eine Art Ausgangsstufe für die weitere Krankheitsgeschichte von Allergikern gilt. Durch die gestörte Barrierefunktion der Haut erfolgt oft eine Sensibilisierung und die Entstehung von manifesten Allergien.

Haben Personen, die an Neurodermitis leiden, ähnlich wie Asthmatiker eine niedrigere Vitamin-D-Konzentration im Blut im Vergleich zu Gesunden?

Die Ergebnisse einer Meta-Analyse bestätigen die Vermutung. Sie zeigen, dass Probanden mit einer Neurodermitis durchschnittlich einen um 5,6 ng/ml verringerten Vitamin-D-Spiegel im Blut aufwiesen als gesunde Personen. In keiner der in der Meta-Analyse eingeschlossenen Studien besaßen die Patienten gute Vitamin-D-Spiegel.

Neben den Vitamin-D-Konzentrationen betrachteten die Autoren auch den Schweregrad der Neurodermitis bei Betroffenen anhand des international standardisierten SCORAD Punktesystems. Eine tägliche Vitamin-D-Gabe von durchschnittlich 1600 I.E. reduzierte den SCORAD-Wert im Durchschnitt um 11 Punkte (Skala von 0–103) und damit die Ausprägung der Krankheit in einem klinisch relevanten Ausmaß. Die größten Verbesserungen in der Symptomatik wurden in den Studien festgestellt, bei denen über einen längeren Zeitraum (> 3 Monate) Vitamin D supplementiert wurde.[35]Hattangdi-Haridas SR, Lanham-New SA, Wong WHS, Ho MHK, Darling AL. Vitamin D Deficiency and Effects of Vitamin D Supplementation on Disease Severity in Patients with Atopic Dermatitis: A Systematic … Continue reading

Ähnliche Ergebnisse wurden auch in der Meta-Analyse von Kim und Bae[36]Kim G, Bae JH. Vitamin D and atopic dermatitis: A systematic review and meta-analysis. Nutrition. 2016;32(9):913-920. doi:10.1016/j.nut.2016.01.023. beobachtet, bei der eine tägliche Vitamin-D-Supplementierung (800 bis 4000 I.E.) im Durchschnitt die Symptome einer Neurodermitis signifikant abmilderte.

Bei Einnahme von Glucocorticoiden nicht nur an Vitamin D denken

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei allergischen Erkrankungen sehr häufig ein Vitamin-D-Mangel vorliegt. Beim Auftreten von Nahrungsmittelallergien, die vermehrt mit anderen Allergien einhergehen, besteht ebenfalls ein Zusammenhang zu einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel.[37]Osborne NJ, Ukoumunne OC, Wake M, Allen KJ: Prevalence of eczema and food allergy is associated with latitude in Australia. J Allergy Clin Immunol. 2012;129(3):865-867. Häufig kommen bei schwerwiegenden allergischen Reaktionen wie Asthmabeschwerden Glucocorticoide als Therapie zum Einsatz. Da diese eine vermehrte Ausscheidung der wichtigen Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Calcium verursachen, erhöhen sie das Risiko für Knochenbrüche und Bluthochdruck. Es besteht also ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen sowie an Vitamin K2.

Gerade diese Nährstoffe können die verschiedenen Krankheitsverläufe ebenfalls positiv beeinflussen. Magnesium beispielsweise entspannt und erweitert die Bronchienmuskulatur. In Notaufnahmen werden diese Eigenschaften bei der Behandlung schwerer Asthmaanfälle genutzt.

Vitamin K aktiviert wichtige Proteine wie z.B. Protein S, Matrix-Gla-Protein (MGP) und Osteocalcin. Protein S wirkt antientzündlich, indem es u. a. Prostaglandin E2, Cyclooxygenase-2 und Interleukin-6 senkt.[38]Suleiman L, Negrier C, Boukerche H: Protein S: a multifunctional anticoagulantvitamin K-dependent protein at the crossroads of coagulation, inflammation, angiogenesis, and cancer. Crit Rev Oncol … Continue reading Ein hoher Vitamin-K-Status hemmt zudem den Entzündungsfaktor NFκB. Vitamin K kann zudem antioxidativ wirken, indem es die Ansammlung von reaktiven Sauerstoffspezies blockiert, die ebenfalls zur Entzündung beitragen. Aufgrund der Carboxylierung von MGP und Osteocalcin ist Vitamin K, in Form von Vitamin K2 Menachinon-7, auch ein wichtiger Inhibitor für Verkalkungen der Weichgewebe und dabei ein wichtiger Partner von Vitamin D.

Herz-Kreislauf-System

Eine weitere Studie, die mit 137 älteren Herzpatienten durchgeführt wurde zeigt, dass ein Vitamin-D-Mangel das Risiko für ein Herzversagen auf das 12-Fache ansteigen lässt. Die Autoren der Studie vermuten, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften des Vitamins für diesen Effekt verantwortlich sind. Entzündungen sind ein bekannter Auslöser für Herzversagen.[39]Porto CM, Silva VL, da Luz JSB, Filho BM, da Silveira VM (2017): Association between vitamin D deficiency and heart failure risk in the elderly. ESC Heart Fail; [Epub ahead of print].

Eine positive Besonderheit der Studie lag in den Grenzwerten, die für die Einordnung der Studienteilnehmer in Personen mit oder ohne Vitamin-D-Mangel angewandt wurden. Hierfür wurde der Grenzwert mit einem Vitamin-D-Serumspiegel von 75 nmol/l (30 ng/ml) für Studien ungewöhnlich hoch angesetzt[40]Porto CM, Silva VL, da Luz JSB, Filho BM, da Silveira VM (2017): Association between vitamin D deficiency and heart failure risk in the elderly. ESC Heart Fail; [Epub ahead of print]. In den meisten Studien liegt dieser Wert deutlich niedriger.

Eine erhöhte arterielle Gefäßsteifigkeit kann Ausdruck einer hypertensiven Schädigung sein, ist aber gleich­zeitig eine der wesentlichen Ursachen für die im Alter so häufig auftretende isolierte systolische Hypertonie. Weiterhin wird die arterielle Gefäßsteifigkeit für kardiovaskuläre Komplikationen und Ereignisse (z. B. Herz­infarkt und Schlaganfall) und darüber hinaus für die kardiovaskuläre und Gesamtmortalität als mit ursächlich angesehen. Ausreichende Vitamin-D-Serumwerte können sich positiv auf die arterielle Gefäßsteifigkeit auswirken. Dazu wurde eine Studie an 70 übergewichtigen Afroamerikanern mit Vitamin-D-Mangel (≤ 20 ng/ml) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Supplementierung von Vitamin D3 über einen Zeit­raum von 16 Wochen die arterielle Gefäßsteifigkeit signifikant verbesserte. Der Effekt war umso stärker, je höher die Vitamin-D-Dosierung war (monatliche Dosierungen: 0 I.E. (Placebo); 18.000 I.E., 60.000 I.E., 120.000 I.E.).[41]Raed A, Bhagatwala J, Zhu H, Pollock NK, Parikh SJ, Huang Y, Havens R, Kotak I, Guo DH, Dong Y (2017): Dose responses of vitamin D3 supplementation on arterial stiffness in overweight African … Continue reading

Vitamin D kann auch eine Fehlfunktion von Endothelzellen reparieren, die häufig bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems auftritt (z. B. bei Bluthochdruck, Diabetes, Herzinsuffizienz). Eine solche endotheliale Dysfunktion ist charakterisiert durch geringe Konzentrationen an zellschützendem NO (Stickstoffmonoxid, wirkt gefäßerweiternd) und hohe Konzentrationen an oxidativem, zelltoxischem ONOO (Peroxynitrit, wirkt gefäßverengend). Die Bildung von ONOO wird begünstigt durch die beiden Enzyme NADPH-Oxidase und die entkoppelte endotheliale NO-Synthase (eNOS). In einer Studie an dysfunktionalen Endothelzellen aus der Nabelschnur konnte durch die Zugabe von aktivem Vitamin D3 (1,25-(OH)2-Vitamin D3) ein gesundes Verhältnis von NO/ONOO widerhergestellt werden: NO wurde erhöht, ONOO reduziert. Dies passierte v. a. durch Regulierung der Expression der genannten Enzyme und Kopplung von eNOS. Eine solche Verbesserung der Endothelfunktion durch Vitamin D3 kann nach Meinung der Autoren der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen direkt zugute kommen.[42]Khan A, Dawoud H, Malinski T (2018): Nanomedical studies of the restoration of nitric oxide/peroxynitrite balance in dysfunctional endothelium by 1,25-dihydroxy vitamin D3 – clinical … Continue reading

Metabolisches Syndrom

Eine optimale Vitamin-D-Versorgung geht bei Erwachsenen mit metabolischem Syndrom mit einem um 66 % niedrigeren Risiko einher, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.[43]Thomas GN, ó Hartaigh B, Bosch JA, Pilz S, Loerbroks A, Kleber ME, Fischer JE, Grammer TB, Böhm BO, März W (2012): Vitamin D levels predict all-cause and cardiovascular disease mortality in … Continue reading Die Gesamtmortalität lag bei einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung im Vergleich zu Personen mit einem Vitamin-D-Mangel sogar um 75 % niedriger. Bei der hohen Prävalenz des metabolischen Syndroms hat eine gute Vitamin-D-Versorgung damit großes Potential, vorzeitige Todesfälle erheblich zu reduzieren. Ausreichend Bewegung an der Sonne kann den Vitamin-D-Status wesentlich verbessern und bringt für Übergewichtige mit metabolischem Syndrom weitere positive Effekte mit sich.

Ein schlechter Vitamin-D-Status kann offenbar auch das Risiko, übergewichtig bzw. adipös zu werden, steigern. Forscher einer norwegischen Universität zeigten in ihrer Beobachtungsstudie über elf Jahre, dass Personen mit niedrigem Serum-25-OH-Vitamin-D-Spiegel (< 50 nmol/l bzw. 20 ng/ml) ein vierfach höheres Risiko hatten adipös zu werden als Personen mit einem höheren Serum-25-OH-Vitamin-D-Spiegel (≥ 75 nmol/l bzw. 30 ng/ml).[44]Mai XM, Chen Y, Camargo CA Jr, Langhammer A (2012): Cross-sectional and prospective cohort study of serum 25-hydroxyvitamin D level and obesity in adults: the HUNT study. Am J Epidemiol; 175(10): … Continue reading

Eine weitere Studie zeigt, dass ein ausreichender Vitamin-D-Status auch in der allgemeinen Bevölkerung die Gesamtmortalität deutlich reduzieren könnte. Lediglich 7 % der Studienteilnehmer erreichten einen Serumwert von mehr als 75 nmol/l (30 ng/ml) 25-OH-Vitamin-D, der durchschnittliche Serumwert belief sich auf 41 nmol/l (16,4 ng/ml). Anhand von Berechnungen wurde ermittelt, dass jedes Jahr 18.300 Leben in Deutschland gerettet werden könnten, wenn die gesamte deutsche Bevölkerung einen 25-OH-Vitamin-D-Serumwert von mindestens 75 nmol/l (30 ng/ml) erreichen würde.[45]Zittermann A, von Helden R, Grant W, Kipshoven C, Ringe JD (2009): An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult German population. Dermatoendocrinol; 1(6): 300-306.

Diabetes mellitus

Diverse Studien belegen einen positiven Effekt ausreichender Vitamin-D-Serumspiegel auf das Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ 1 wie auch Typ 2. Kinder, die im ersten Lebensjahr eine ausreichend hohe Vitamin-D-Supplementierung erhielten (2000 I.E./Tag), hatten im späteren Leben ein reduziertes Risiko für das Auftreten eines Diabetes mellitus Typ 1. Auch ein Einfluss der Vitamin-D-Versorgung der werdenden Mutter konnte beobachtet werden.[46]Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.

Durch die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten konnte zudem bei Frauen eine verbesserte Insulinsensitivität und eine reduzierte Insulinresistenz beobachtet werden. Dagegen wird durch einen Vitamin-D-Mangel auch das Fortschreiten eines Prädiabetes zu einem manifesten Diabetes mellitus Typ 2 forciert[47]Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.

Quellenverzeichnis

Quellenverzeichnis
1, 7, 11, 12, 46, 47Gröber U, Spitz J, Holick MF, Wacker M, Kisters K (2013): Vitamin D: Update 2013: Von der Rachitis-Prophylaxe zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge. Deutsche Apotheker Zeitung; 153(15): 1518-1526.
2Houston DK, Tooze JA, Demons JL, Davis BL, Shertzer-Skinner R, Kearsley LB, Kritchevsky SB, Williamson JD (2015): Delivery of a Vitamin D Intervention in Homebound Older Adults Using a Meals-on-Wheels Program: A Pilot Study. J Am Geriatr Soc. doi: 10.1111/jgs.13610. [Epub ahead of print].
3Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Orav EJ, Staehelin HB, Meyer OW, Theiler R, Dick W, Willett WC, Egli A (2016): Monthly High-Dose Vitamin D Treatment for the Prevention of Functional Decline: A Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med; 176(2): 175-183.
4Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Staehelin HB, Orav JE, Stuck AE, Theiler R, Wong JB, Egli A, Kiel DP, Henschkowski J (2009a): Fall prevention with supplemental and active forms of vitamin D: a meta-analysis of randomised controlled trials. BMJ; 339: b3692.
5Bischoff HA, Stahelin HB, Urscheler N, Ehrsam R, Vonthein R, Perrig-Chiello P, Tyndall A, Theiler R (1999): Muscle strength in the elderly: its relation to vitamin D metabolites. Arch Phys Med Rehabil; 80(1): 54-58.
6Bischoff-Ferrari HA, Willett WC, Wong JB, Stuck AE, Staehelin HB, Orav EJ, Thoma A, Kiel DP, Henschkowski J (2009b): Prevention of nonvertebral fractures with oral vitamin D and dose dependency: a meta-analysis of randomized controlled trials. Arch Intern Med; 169(6): 551-561.
8Martineau AR, Jolliffe DA, Hooper RL, Greenberg L, Aloia JF, Bergman P, Dubnov-Raz G, Esposito S, Ganmaa D, Ginde AA, Goodall EC, Grant CC, Griffiths C, Janssens W, Laaksi I, Manaseki-Holland S, Mauger D, Murdoch DR, Neale R, Rees JR, Simpson S Jr, Stelmach I, Kumar GT, Urashima M, Camargo CA Jr (2017): Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. BMJ; 356: i6583.
9Gröber U, Holzhauer P, Kisters K (2020): Immunrelevante Mikronährstoffe bei viralen Atemwegsinfektionen. DZO; 52: 51-56. DOI: 10.1055/a-1162-2469
10American Geriatrics Society Workgroup on Vitamin D Supplementation for Older Adults (2014): Recommendations abstracted from the American Geriatrics Society Consensus Statement on vitamin D for Prevention of Falls and Their Consequences. J Am Geriatr Soc; 62(1): 147-152. DOI: 10.1111/jgs.12631
13Allen NE, Key TJ, Appleby PN, Travis RC, Roddam AW, Tjønneland A, Johnsen NF, Overvad K, Linseisen J, Rohrmann S, Boeing H, Pischon T, Bueno-de-Mesquita HB, Kiemeney L, Tagliabue G, Palli D, Vineis P, Tumino R, Trichopoulou A, Kassapa C, Trichopoulos D, Ardanaz E, Larrañaga N, Tormo M-J, González CA, Quirós JR, Sánchez M-J, Bingham S, Khaw K-T, Manjer J, Berglund G, Stattin P, Hallmans G, Slimani N, Ferrari P, Rinaldi S, Riboli E (2008): Animal foods, protein, calcium and prostate cancer risk: the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Br J Cancer; 98(9): 1574-1581.
14, 15Vashi PG, Gupta D, Trukova K, Lambert GM, Lammersfeld C; Cancer Treatment Centers of America; Cancer Treatment Centers of America (2013): The association between pre-treatment serum 25-hydroxyvitamin D and survival in stage IV prostate cancer. J Clin Oncol; 31 (Suppl; abs 5036).
16Ahn J, Peters U, Albanes D, Purdue MP, Abnet CC, Chatterjee N, Horst RL, Hollis BW, Huang WY, Shikany JM, Hayes RB; Prostate, Lung, Colorectal, and Ovarian Cancer Screening Trial Project Team (2008): Serum vitamin D concentration and prostate cancer risk: a nested case-control study. J Natl Cancer Inst; 100(11): 796-804.
17Tuohimaa P, Tenkanen L, Ahonen M, Lumme S, Jellum E, Hallmans G, Stattin P, Harvei S, Hakulinen T, Luostarinen T, Dillner J, Lehtinen M, Hakama M (2004): Both high and low levels of blood vitamin D are associated with a higher prostate cancer risk: a longitudinal, nested case-control study in the Nordic countries. Int J Cancer; 108(1): 104-108.
18McDonnell SL, Baggerly C, French CB, Baggerly LL, Garland CF, Gorham ED, Lappe JM, Heaney RP (2016): Serum 25-Hydroxyvitamin D Concentrations >/=40 ng/ml Are Associated with >65% Lower Cancer Risk: Pooled Analysis of Randomized Trial and Prospective Cohort Study. PLoS One; 11(4): e0152441.
19Zeichner SB, Koru-Sengul T, Shah N, Liu Q, Markward NJ, Montero AJ, Gluck S, Silva O, Ahn ER (2015): Improved clinical outcomes associated with vitamin D supplementation during adjuvant chemotherapy in patients with HER2+ nonmetastatic breast cancer. Clin Breast Cancer; 15(1): e1-11.
20Friedrich M, Reichert K, Woeste A, Polack S, Fischer D, Hoellen F, Rody A, Koster F, Thill M (2018): Effects of Combined Treatment with Vitamin D and COX2 Inhibitors on Breast Cancer Cell Lines. Anticancer Res; 38(2): 1201-1207.
21Uwitonze AM, Razzaque MS (2018): Role of Magnesium in Vitamin D Activation and Function. J Am Osteopath Assoc; 118(3): 181-189.
22, 26Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2020): Allergien. gesundheitsinformation.de. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/allergien.html (12.04.2021).
23Allergien (2020): Robert Koch Institut. URL: https://www.rki.de/DE/Content/GesundAZ/A/Allergien/Allergien_inhalt.html (12.04.2021).
24Langen U, Schmitz R, Steppuhn H: Häufigkeit allergischer Erkrankungen in Deutschland. Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Bundesgesundheitsbl. 2013;(56):698–706. doi: 10.1007/s00103-012-1652-7.
25Deutsche Apotheker Zeitung (2013): Vitamin D und das Allergierisiko. DAZ. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-11-2013/vitamin-d-und-das-allergierisiko (08.04.21).
27Alnori H, Alassaf FA, Alfahad M, Qazzaz ME, Jasim M, Abed MN. Vitamin D and Immunoglobulin E Status in Allergic Rhinitis Patients Compared to Healthy People. J Med Life. 2020;13(4):463-468. doi:10.25122/jml-2020-0015.
28Jerzynska J, Stelmach W, Rychlik B, Lechańska J, Podlecka D, Stelmach I. The clinical effect of vitamin D supplementation combined with grass-specific sublingual immunotherapy in children with allergic rhinitis. Allergy Asthma Proc. 2016;37(2):105-114. doi:10.2500/aap.2016.37.3921.
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30Mann EH, Chambers ES, Pfeffer PE, Hawrylowicz CM. Immunoregulatory mechanisms of vitamin D relevant to respiratory health and asthma. Ann N Y Acad Sci. 2014;1317:57-69. doi:10.1111/nyas.12410.
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36Kim G, Bae JH. Vitamin D and atopic dermatitis: A systematic review and meta-analysis. Nutrition. 2016;32(9):913-920. doi:10.1016/j.nut.2016.01.023.
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38Suleiman L, Negrier C, Boukerche H: Protein S: a multifunctional anticoagulantvitamin K-dependent protein at the crossroads of coagulation, inflammation, angiogenesis, and cancer. Crit Rev Oncol Hematol. 2013;88(3): 637–654.
39, 40Porto CM, Silva VL, da Luz JSB, Filho BM, da Silveira VM (2017): Association between vitamin D deficiency and heart failure risk in the elderly. ESC Heart Fail; [Epub ahead of print].
41Raed A, Bhagatwala J, Zhu H, Pollock NK, Parikh SJ, Huang Y, Havens R, Kotak I, Guo DH, Dong Y (2017): Dose responses of vitamin D3 supplementation on arterial stiffness in overweight African Americans with vitamin D deficiency: A placebo controlled randomized trial. PLoS One; 12(12): e0188424.
42Khan A, Dawoud H, Malinski T (2018): Nanomedical studies of the restoration of nitric oxide/peroxynitrite balance in dysfunctional endothelium by 1,25-dihydroxy vitamin D3 – clinical implications for cardiovascular diseases. Int J Nanomedicine; 13: 455-466.
43Thomas GN, ó Hartaigh B, Bosch JA, Pilz S, Loerbroks A, Kleber ME, Fischer JE, Grammer TB, Böhm BO, März W (2012): Vitamin D levels predict all-cause and cardiovascular disease mortality in subjects with the metabolic syndrome: the Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health (LURIC) Study. Diabetes Care; 35(5): 1158-1164.
44Mai XM, Chen Y, Camargo CA Jr, Langhammer A (2012): Cross-sectional and prospective cohort study of serum 25-hydroxyvitamin D level and obesity in adults: the HUNT study. Am J Epidemiol; 175(10): 1029-1036.
45Zittermann A, von Helden R, Grant W, Kipshoven C, Ringe JD (2009): An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult German population. Dermatoendocrinol; 1(6): 300-306.

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